Wenn die erste Apfelernte gefeiert wird, darf es ruhig ein bisschen glitzern, oder?
In diesem Herbst haben wir zum ersten Mal unsere eigenen Äpfel geerntet – und das wollte ich natürlich feiern. Neben getrockneten Apfelringen und einem frisch gebackenen Apfelkuchen sind dabei kleine goldene Äpfel und Birnen entstanden – aus alten Aluminiumtuben!
Ein funkelndes Upcycling, das die goldenen Seiten des Herbstes einfängt – perfekt als Anhänger für selbstgemachte Apfelringe, als kleine Geschenkdeko oder als glänzendes Detail auf dem Tisch beim ersten Apfelkuchenmoment.




Wie aus alten Tuben kleine Schätze werden
Was früher einmal eine Senf- oder Tomatenmarktube war, glänzt jetzt als keine goldene Frucht auf dem Tisch. Kaum zu glauben, wie viel Schönheit in den Dingen steckt, die wir sonst achtlos entsorgen würden.
Auf den ersten Blick wirken Aluminiumtuben recht fest und schwer zu bearbeiten – tatsächlich lassen sie sich aber ganz einfach mit einer normalen Haushaltsschere aufschneiden. Das Material ist überraschend weich, und die Schnittkanten sind weit weniger scharf, als man denkt.
Mit ein paar Handgriffen entsteht so aus dem unscheinbaren Aluminium ein goldenes Detail, das jedem Geschenk oder Herbsttisch einen besonderen Glanz verleiht.
Ich sammle die leeren Tuben übrigens das ganze Jahr über: Immer wenn eine Tube leer ist, schneide ich sie auf, spüle sie aus und lege sie zur Seite. So entsteht ganz nebenbei ein kleiner Vorrat an Bastelmaterial – perfekt für spontane Upcyclingideen.
Und das Beste: du brauchst für dieses Projekt kaum mehr als ein paar leere Tuben, eine gute Schere und ein bisschen Geduld.


upcycling aus aluminiumtuben – so geht‘s


material
- Leere Aluminiumtuben (z.B. von Senf oder Tomatenmark)
- warmes Wasser und etwas Spülmittel zum Reinigen
- evtl. Band oder Draht zum Aufhängen
💡Tipp: Wenn du die Tube nach dem Entleeren direkt aufschneidest und abspülst, lassen sie sich später viel leichter verarbeiten – und du hast immer sauberes Material zur Hand , wenn dich die Bastellust packt.
Werkzeug
- Werkzeug zum Prägen (z.B. Kugelschreiber, nicht allzu spitzer Bleistift oder Buntstift o.ä.)
- evtl. Lochzange
- Tuch zum Trocknen
- Tuch als Prägeunterlage
- Haushaltsschere (stabil, aber keine spezielle Blechschere nötig)
- Werkzeug zum Glätten des Aluminium (z.B. Kochlöffel, Rückseite vom Falzbein)
sTep 1
Tuben vorbereiten – Schneide die Tuben am besten über dem Spülbecken auseinander, falls Reste des Inhalts raus tropfen kannst du alles leicht mit Wasser säubern.
Ich schneide die Tube zunächst oben und unten ab und öffne sie dann, indem ich an der Seite einmal entlangschneide. (Benutze hier am besten eine kräftige Haushaltsschere) So lässt sie sich einfach auffalten und anschließend gründlich abspülen. Danach trocknest du das Material gründlich ab.


step 2
Aluminium glätten – Dafür lege ich das goldene Material auf eine weiche Unterlage – ich benutze hier einfach ein mehrfach gefaltetes Tuch. Mit etwas Druck reibe ich mit dem Kochlöffel über das Aluminium bis es schön glatt und eben ist.



Step 3
Prägen – Mit dem Prägewerkzeug das gewünschte Motiv mit sanftem Druck in das Aluminium drücken, sodass sich die Linien deutlich abzeichnen. Das Motiv kann vorher auf Papier vorgezeichnet werden – benutze gerne meine Früchte als Vorlage. Falls sich beim Prägen ein Fehler einschleicht, lässt sich das Aluminium mit einem Kochlöffel vorsichtig wieder glätten, um neu zu beginnen.


Step 4
Ausschneiden – Nun kann das Motiv entlang der Außenlinien ausgeschnitten werden. Dafür eignet sich auch eine kleinere, handliche Schere, mit der sich auch feinere Konturen gut nacharbeiten lassen.


STep 5
Aufhänger befestigen – Wenn du magst kannst du am Schluß auch noch einen Aufhänger anbringen. Dafür mit der Lochzange im oberen Bereich ein Loch stanzen und ein Band oder eine Schnur hindurchfädeln – fertig!

Die geprägten Motive lassen sich auf viele verschiedene Arten verwenden: Ich habe sie zum Beispiel auf den Deckel eines Glases geklebt und darin selbstgemachte Apfelringe verschenkt – eine schöne kleine Geschenkidee! Auch als Geschenkanhänger, als Deko auf dem Kaffeetisch oder aufgereiht als kleine Girlande machen sie was her. Natürlich kannst du die Motive auch auf Karten kleben – der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Worauf hättest du am meisten Lust für dein erstes Projekt?


Ich habe übrigens schon öfter mit diesem Material gearbeitet – auf meinem Instagram Kanal findest du dazu einige Videos mit weiteren Ideen. Schau doch mal vorbei!
Wenn du lieber mit neuem Bastelmaterial statt alten Tuben arbeiten möchtest: Schau dir mal Embossing-Folien an! Es gibt auch spezielle Werkzeuge dafür im Bastelbedarf. Die Technik ist im Prinzip die gleiche, nur dass die Folien beidseitig schön glänzen. Das macht sie perfekt für Projekte, bei denen man beide Seiten sieht – aber ich finde, das Upcycling-Aluminium hat trotzdem seinen ganz eigenen Charme.
Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Basteln und Prägen!



